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Wer mich näher kennt, und das tut kaum jemand, ausser
vielleicht meine Ärzte, und bei denen bin ich auch nicht sicher: Ich bin trockener Alkoholiker, seit meiner Kindheit habe ich schwere Zwangsstörungen, ich bin oft antriebslos, habe bestimmte Ängste und muss mich deshalb den ganzen Tag über selbst coachen. Meine liebe Mutter hat das schon erkannt, weil ich in der Schule den Po nicht hochbekam, aber warum sollte ich auch ? Ich wusste alles, konnte alles, in den Klausuren machte ich nur dumme Flüchtigkeitsfehler, und da liegt der Hase im Pfeffer: Ich kann mich nicht so gut konzentrieren, ich bin leicht abgelenkt. Eines schönen Tages, bei einer Weiterbildung hatte ich eine Eins-minus, weil ich 2 blöde Flüchtigkeitsfehler gemacht hatte, meine schlechteste Eins. Es kostet mich sehr viel Energie, bei einer Sache zu bleiben. Heutzutage kriege ich dann auch noch Tinnitus, wenn's mal zuviel wird. Mehrere Dinge am Tag erledigen zu müssen, das ist für mich der blanke Stress. Dennoch ist man es von mir gewohnt, dass ich Lösungen parat habe. Beruflich wurde ich auch so getrimmt: "Was würden Sie jetzt tun, Herr Fauth ?" so fragte der Chef stets, und der Herr Fauth grübelte. Das ist dieser Perfektionismus, den mir meine liebe Mutter auch noch anerzogen hat. Wenn ich Schönschreiben übte, und verschrieb mich: Neues Heft und nochmal von vorne, etc. Chefs wussten das schon immer zu nutzen, und ich tat in meinem Kaufmannsleben viele Dinge, die eigentlich nicht zur Stellenbeschreibung gehörten, und im Besonderen Dinge, die andere nicht tun wollten. Und wenn ich schon auf 500prozentiger Leistung war, und der Chef sagte "faule Sau," dann warf ich noch eine Schüppe drauf, solange, bis ich aus den Latschen kippte. So geschehen sogar noch bei den EinEuroJobs, oder beim Ehrenamt, ich kann nicht anders, mache jeden Sch**ss**ck und auch noch 200-500prozentig. Und seitdem ich das weiß, seitdem ich Bewusstsein trainiere strebe ich Harmonie an; oftmals kommt wieder eine Schikane der Arge hinzu, aber mein Kopfkino ist jetzt nicht mehr ganz so schlimm. Alles eine reine Übungssache. Weiter zu Harmonie 2. Bevor ich noch mit Taoismus oder Zen zu tun hatte, habe ich es mit dem Autogenen Training oder Eutonie versucht. Besonders die "Gleichgültigkeitformel" hatte es mir angetan. Dabei hatten es mir die Autosuggestionen angetan. Ich nahm damals auch schon Beruhigungsmittel, denn bei Klausuren, in der Riesenaula fiel mir nichts mehr ein. ===>>> Harmonie 2 Spiritualität |